Über die Zukunft in der großen Stadt und neue Wege des Städtebaus

Wie wollen wir leben Bild1 20210217Als Auftaktveranstaltung des Zukunftsforums diskutierten unter der Moderation von Marcus Weinberg Prof. Dr. Julian Petrin, Urbanist und Stadtforscher, Stadtmarketing-Spezialist Thorsten Kausch und die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion Dr. Anke Frieling über die Zukunft einer lebenswerten Stadt und neue Wege im Städtebau. Die Impulsvorträge der geladenen Experten am 17. Februar 2021 stießen auf großes Interesse, mehr als 50 Teilnehmer hatten sich zugeschaltet.

Besonders in der Corona-Pandemie merken wir, wie sich unser Leben vor allem in den großen Städten verändert. Der Online-Handle ist mehr denn je gefragt und verdrängt zunehmend den stationären Handel in unseren Innenstädten. Wie lassen sich unsere Städte mit ihren lebendigen Zentren als solche erhalten? Wie kann der Bedarf an bezahlbarem und lebenswertem Wohnraum gedeckt werden? Wie können wir große Städte nachhaltig weiterentwickeln, ohne dass sie an Attraktivität verlieren? Die Veranstaltung bot die Möglichkeit für einen ersten Aufschlag um die Entwicklungen im Bereich der Stadtentwicklung zu betrachtet und die Chance, den abstrakteren Bogen mit verschiedenen Akteuren zu spannen. Die Vernetzung dieser ist, wie sowohl Herr Kausch, als auch Prof. Dr. Petrin verdeutlichten, einer der größten Herausforderungen und wichtigste Voraussetzung für eine positive, zukunftsorientierte Stadtplanung /-entwicklung.

Wie wollen wir leben Bild2 20210217Besonders spannend war es daher, von den Gästen zu hören, welche Konzepte sie in Zusammenarbeit mit anderen Städten bereits erarbeitet haben. Diese können ergänzend in bereits bestehende Konzepte wie die Forderung, den fahrerlosen, vollautomatisierten Ausbau aller S- und U-Bahnstrecken voranzutreiben und die schrittweise Einführung eines 365-Euro-Tickets für die Nutzung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) einfließen.

Für den Hamburger Westen gibt es mit der MetroTramAltona die Idee für eine zeitnahe und kostengünstige Anbindung der Stadtteile Osdorf, Lurup und Bahrenfeld, die leise, schnell und CO2 frei ist. Auch eine Untertunnelung der Willy-Brandt-Straße, um diese als Barriere zwischen der City und der HafenCity zu beseitigen, ist bereits in der Diskussion. Auf der zurückgewonnenen Fläche könnte ein Boulevard entstehenden, der die Innenstadt wieder zusammenführen, beleben und die Wohn- und Lebensqualität weit über das Quartier hinaus verbessern würde.

Wie wollen wir leben Teilnehmer Stadtentwicklung 20210217Im Anschluss an die Impulsvorträge kamen die TeilnehmerInnen mit ihren Sorgen, Gedanken und Vorschlägen zur Zukunft unserer Stadt und insbesondere der Innenstadt zu Wort. Es wurde deutlich: all das benötigt eine enorme Veränderungs- und Anpassungsbereitschaft des Einzelnen und der Gesellschaft. Vor allem aber erfordert es eine Politik, die Veränderungen als positive Herausforderungen mutig und innovationsbereit annimmt.

Es diskutierten mit Ihnen

  • Marcus Weinberg, Kreisvorsitzender und familienpolitischer Sprecher der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion
  • Thorsten Kausch, Geschäftsführer Stadtmanufaktur, Experte für Stadtmarketing
  • Prof. Dr. Julian Petrin, Professor für Smart City Solutions
  • Dr. Anke Frieling, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bürgerschaftsfraktion und Sprecherin Stadtentwicklung

Zukunftsforum-Veranstaltung-Altona-Stadtentwicklung-20212017.pdf

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen